Die Angst vor Gewichtszunahme |
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.... nach dem Rauchstopp hat eine reale Basis. Das
Nikotin als Appetitzügler gibt dem Raucher die Möglichkeit,
1. bei Hungerattacken diese einfach wegzurauchen, 2. den Insulinstoffwechsel so zu beeinflussen, dass er eine geringe Menge (200 Kalorien) täglich mehr essen darf, ohne dadurch dicker zu werden. 200 Kalorien pro Tag sind nicht viel. Auf diese zu verzichten – oder eine geringfügige Gewichtszunahme in den ersten Wochen in Kauf zu nehmen – sind die beiden verfügbaren Optionen. In jedem Fall helfen hier die Nikotinersatzstoffe, denn sie lindern die Nervosität und Anspannung im Entzug, die zu vermehrtem Essen führen können, und sie beeinflussen auch weiterhin als Appetitzügler den Insulinspiegel wie bei einem Noch-Raucher. Bei den verhaltenstherapeutisch empfohlenen neuen Gewohnheiten,
die an die Stelle der alten Rauchrituale treten sollen, besteht als
eine der Möglichkeiten die bewusstere Ernährung. Da keiner von uns heute mehr ein Kräfte verzehrendes Leben als Savannenjäger führt, benötigen wir zur Entlastung unserer meist sitzenden Berufstätigkeit einen sportlichen Ausgleich. Auch dies wäre eine gute Alternative zu den alten Rauchritualen. Bei Hungerattacken ist zu beachten, dass man auch durch 3 Bissen satt werden kann. Man muss nur nach diesen 3 Bissen ca. 10 Minuten warten, bis der Stoffwechsel auf Touren gekommen ist und dem Gehirn das Sättigungsgefühl meldet. Dies als Option bei quälenden Hungerattacken. Es sollten allerdings Bissen von etwas sein, das man lange und genüsslich kauen kann.
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| Die fehlende
Zigarette und die früher
mit ihr verbundenen häufigeren kleinen Pausen, können – nach
dem Rauchstopp – ein plötzliches Gefühl von vermeintlicher
Inhaltsleere im Alltag hervorrufen. Was einem jedoch lediglich fehlt, ist die Mobilisierung des im Gehirn
liegenden Belohnungszentrums. Ob man Raucher ist oder Nichtraucher, wird man es kaum verhindern können, dass im eigenen Leben Zeiten von großem persönlichen Einsatz abwechseln mit Zeiten von geringem Engagement (oder Gebrauchtwerden). Man empfindet sie deutlich als Perioden von Fülle oder Leere. In Fülle-Perioden besitzt man anziehende berufliche und / oder familiäre Ziele, ist hochmotiviert und sehr aktiv, sie zu erreichen. Man spürt befriedigt sein eigenes Können, da man in der Lage ist, seine Fähigkeiten einzusetzen, zu erweitern und immer besser voran zu kommen. Alle Anstrengungen hierfür werden als positiver Stress (Eustress) gewertet, da sie genau jene Aktivitäten sind, die – stärker als jede Zigarette - das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren. Die Wirkung von Nikotin dagegen ist lächerlich gering. Leere-Zeiten sind gekennzeichnet durch einen Mangel von begeisternden Zielen oder beruflichen Herausforderungen. Fehlt die Möglichkeit des Einsatzes der eigenen Fähigkeiten und der emotionalen Bindung an positive Ziele, bewirkt dies in uns ein Gefühl der Nutzlosigkeit, der inneren Leere. Um das Leere-Gefühl zu überdecken, halst sich manch einer übermäßig Arbeit auf. Diese Art der Arbeit wird allerdings spürbar als negativer Stress (Distress) empfunden. Sie enthält keinerlei Art von Aktivitäten, die das Belohnungszentrum aktivieren. Hinterher fühlt man sich nur ausgepowert, lustlos und versucht häufig durch übermäßiges Essen, Rauchen, Trinken oder Naschen, das Leere-Gefühl zu betäuben. Rauchstopp in einer solchen Zeit durchzuziehen, wird
zur Qual. Falls man nicht sicher ist, ob man für den Rauchstopp auch emotional
gerüstet ist und sich stark genug fühlt, kann man folgende
Gleichgewichtsbilanz versuchen; dafür schreibe man etwa
auf nachfolgende Art seine Aktivitäten
und Erlebnisse täglich eine Woche lang auf und bemesse sie mit
folgenden Werten: |
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Gerüstet ist man, wenn man in dieser Bilanz mindestens fifty / fifty steht. Besser noch, wenn die Krafteinnahme überwiegt - also ein Verhältnis von beispielsweise 60 (+) / 40(-). |